Private Zusatzversicherungen

Neben der gesetzlichen Krankenversicherung und der privaten Krankenvollversicherung, gibt es noch zahlreiche private Zusatzversicherung, welche besonders für Personen sinnvoll sein können, die in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert sind. Aber auch Menschen, die in der privaten Krankenvollversicherung versichert sind, können diese Zusatzversicherungen noch als Ausweitung ihrer Leistungen abschließen, auch wenn die meisten Leistungen oftmals bereits in der privaten Krankenvollversicherung enthalten sind. Sie sollten zuerst einen Versicherungsvergleich machen, bevor Sie eine private Krankenvollversicherung abschließen. Zu diesen möglichen Arten von Krankenzusatzversicherungen zählen zum Beispiel die im folgenden etwas näher erläuterten Versicherungsleistungen.

Die Zahnzusatzversicherung

Die mitunter wichtigste private Zusatzversicherung ist sicherlich inzwischen die Zahnzusatzversicherung. Da von der gesetzlichen Krankenversicherung zum einen nur noch die notwendigsten Zahnbehandlungen mit den "billigsten" Materialien ersetzt werden, und zum anderen gerade der Zahnersatz mitunter nur noch zu 45 Prozent kostenmäßig ersetzt wird, bieten sich die privaten Zahn Zusatzversicherungen im Grunde für nahezu jeden gesetzlich Krankenversicherten an. Im Rahmen der Zahnzusatzversicherung werden nicht nur hochwertigere Materialen bei der Zahnbehandlung, wie beispielsweise Keramikkronen, kostenmäßig erstattet, sondern es werden auch generell die Kosten von Zahnersatz in vollem Umfang ersetzt. Das bedeutet, die private Zahnzusatzversicherung begleicht diejenigen Kosten, die als Differenz zwischen dem Rechnungsbetrag und dem Anteil, den die gesetzlichen Krankenversicherung zahlt, entstehen. Somit muss der Versicherte, falls er die regelmäßig vorgeschriebenen Vorsorgeuntersuchungen wahrnimmt, bei Zahnersatz nichts mehr aus der eigenen Tasche bezahlen. Je nach Einstiegsalter, Geschlecht und evtl. vorhandenen Vorerkrankungen im Zahnbereich, kostet solch eine private Zahnzusatzversicherung den Versicherten je nach Anbieter nur einen Beitrag zwischen 5-15 Euro im Monat. Wenn man berücksichtigt, dass eine Zahnbehandlung mit Zahnersatz ohne Weiteres viele hundert Euro an Eigenanteil kosten kann, ist diese Zusatzversicherung sicherlich eine sinnvolle Sache mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis.

Die Ambulante Zusatzversicherung

Eine weitere private Zusatzversicherung, welche häufig von den gesetzlich Versicherten als Ergänzung genutzt wird ist die "Ambulante Zusatzversicherung". Diese erstattet alle Kosten von Hilfsmitteln und Behandlungsarten, die zum größten Teil von der gesetzlichen Krankenversicherung gar nicht übernommen werden. Zu diesen Hilfsmitteln bzw. Behandlungsarten zählen zum Beispiel die Sehhilfen wie Brillen und Kontaktlinsen. Der Gesetzgeber hat hier vorgesehen, dass die gesetzliche Krankenversicherung lediglich einen ganz geringen Zuschuss leistet, von dem man sich zwar ein Brillengestell bzw. ein Brillenglas kaufen kann, dieses aber optisch und auch medizinisch (keine entspiegelten Gläser etc.) im Grunde absolut unzumutbar ist. Neben den Sehhilfen werden von der ambulanten Zusatzversicherung auch Heilbehandlungen durch Heilpraktiker, Akupunktur oder Massagen kostenmäßig erstattet.

Die stationäre Zusatzversicherung

Die dritte häufig genutzte private Krankenzusatzversicherung ist die für stationäre Behandlungen, also Aufenthalte im Krankenhaus, einer Klinik oder einer Reha-Einrichtung. Während der in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherte Patient im Krankenhaus oftmals in Drei- bis Fünfbettzimmern liegen muss und auch von der Betreuung her oftmals nur unzureichend behandelt werden (kann), sieht das im Rahmen der stationären Zusatzversicherung erheblich besser aus. Schon alleine durch die Tatsache, dass der Versicherte hier zwischen der Belegung in einem Ein- oder Zweibettzimmer wählen kann, wird ihm oftmals seitens des Personals mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Zudem beinhaltet die Zusatzversicherung auch häufig die Behandlung und Visite durch den Chefarzt der jeweils zuständigen Abteilung. Durch die privatärztliche Behandlung fühlt sich der Patient zudem meistens besser versorgt, was sich in vielen Fällen auch positiv auf eine schnellere Genesung auswirken kann.

Die Krankentagegeldversicherung

Im Rahmen der privaten Zusatzversicherungen kann der Versicherte auch eine so genannte Krankentagegeldversicherung abschließen. Diese ist oftmals besonders dann sehr sinnvoll, wenn durch den krankheitsbedingten Ausfall ein Verdienstausfall droht, oder durch eine sehr lange Krankheit das normale Gehalt ab einem bestimmten Zeitpunkt reduziert wird. Daher kann diese Versicherung zum Ausgleich dieser finanziellen Einbußen dienen. Das Krankentagegeld wird je nach vereinbarter Höhe für die gesamte Dauer der Arbeitsunfähigkeit gezahlt, welche natürlich durch einen Arzt bescheinigt werden muss. Der Versicherte kann das Krankentagegeld für maximal 78 Wochen innerhalb von drei Jahren erhalten. Neben der Krankentagegeldversicherung gibt es zudem noch die ähnlich klingende Krankenhaustagegeldversicherung als weitere Möglichkeit einer privaten Zusatzversicherung. Diese zahlt dem Versicherten für jeden Tag, den sich dieser aus medizinisch notwendiger Sicht im Krankenhaus aufhalten muss, eine vereinbarte Geldsumme, das so genannte Krankenhaustagegeld.